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So kommt Niedersachsen durch die Sommerhitze

Tipps für die heißesten Tage des Jahres & Hilfe für von der Dürre betroffene Landwirte


Am 23. Juli 2018 haben die Hundstage begonnen. Mit ihren hochsommerlichen Temperaturen bringen sie Niedersachsen zum Schwitzen. Vor allem für Kinder und ältere Menschen kann die Hitze zur Gefahr werden. Erheblich betroffen von der Dürre sind die Landwirte.

Wir haben nachfolgend Informationen für Sie zusammengestellt, mit denen Sie durch die heißen Tage kommen. Zudem nennen wir Hilfsmaßnahmen für Landwirte, die von der anhaltenden Dürre erheblich betroffen sind.

Wasserglas vor Sommersonne  
Wichtig: Bei großer Hitze immer genug trinken.


Schützen Sie sich und Angehörige vor der Hitze

Die anhaltende Hitze kann zu einer großen Belastung für den Körper werden. „Vor allem ältere Menschen und Kinder bemerken die Folgen wie Hitzestau und Flüssigkeitsmangel häufig nicht rechtzeitig und sind besonders gefährdet", informiert das von Ministerin Carola Reimann geführte Sozial- und Gesundheitsministerium gemeinsam mit dem Landesgesundheitsamt. „Wer Kinder und ältere Menschen betreut, sollte auf Hitzewellen vorbereitet sein und bei einer Hitzewarnung geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen." Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie sich und ihre Angehörigen vor Hitze schützen.

Badegewässer-Atlas warnt vor Blaualgen

Wer Anbetracht der Sommerhitze in einem der 270 niedersächsischen Badegewässer schwimmen gehen möchte, kann sich im Badegewässer-Atlas Niedersachsen darüber informieren, welche Bademöglichkeiten in der Nähe liegen und wie gut deren Wasserqualität ist. Auf der Seite erhalten Sie auch aktuelle Informationen darüber, in welchen Gewässern vermehrt Blaualgen aufgetreten sind. Blaualgen können Toxine bilden. Kontakt mit der Haut oder das Verschlucken von belastetem Wasser können zu verschiedensten Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot oder Hautreizungen führen. Auch Hunde und andere Tiere sind gefährdet. Der Atlas informiert auch darüber, an welchen Badestellen aktuell Badeverbote bestehen.

In ganz Niedersachsen besteht Waldbrandgefahr

Im Wald bleibt die andauernde Trockenheit nicht ohne Folgen. In ganz Niedersachsen besteht hohe Waldbrandgefahr. Die Niedersächsischen Landesforsten erinnern daher an das generelle Rauchverbot in den Wäldern und mahnen, im Wald oder in Waldnähe kein Feuer zu entzünden und nicht zu grillen. Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt und auch keine Zigarettenkippen aus dem Auto geworfen werden. Etwaige Brände sind unverzüglich dem Notruf 112 zu melden.Die Mitarbeiter der Waldbrand-Überwachungszentrale in Lüneburg sind nicht nur seit rekordverdächtigen 83 Tagen (Stand 25. Juli) im Einsatz. Sie bearbeiten bisher auch 350 Meldungen an die Leitstelle. Das entspricht 4,3 Meldungen pro Tag. Seit Bestehen des Überwachungssystems im Jahr 2011 gab es noch nie so viele Brandmeldungen durch das automatisierte Früherkennungssystem.

Weitere Informationen bei den Niedersächsischen Landesforsten. Aktuelle Informationen zum Waldbrandgefahrenindex gibt es beim Deutschen Wetterdienst.

Mit einer App die Ozonwerte im Blick behalten

Als Folge der sonnigen und heißen Sommertage steigen auch die Ozonwerte wieder an. Besonders empfindliche Menschen reagieren bei zu hohen Konzentrationen von Ozon in der Luft: Es können Husten und Schleimhautreizungen auftreten; die körperliche Leistungsfähigkeit kann sinken. Im Falle hoher Ozonkonzentrationen warnt das niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz vor Anstrengungen im Freien.. Vor allem Ausdauersport sollte man nicht betreiben, wenn die Ozon-Werte zu hoch sind. Das Lufthygienische Überwachungssystem Niedersachsen (LÜN) kontrolliert die Luftqualität landesweit an rund 30 Messstationen. Die stündlich aktualisierten Daten können im Internet abgerufen werden und auch mit einer Smartphone-App. Die kostenlose App gibt es für Geräte mit den Betriebssystemen Android, iOS (iPhone, iPad, iPod) und Windows Phone.

Hilfsmaßnahmen für von der Dürre betroffene Landwirte
Die anhaltende Dürre führt zu Ernteausfällen, Mindererträgen und Futtermangel bei den Landwirten in Niedersachsen. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium verfolgt die Situation intensiv. Ob die extreme Trockenheit als außergewöhnliches Naturereignis einzustufen ist, kann erst nach Abschluss der Ernte geprüft werden. Hier erfahren Sie, welche Hilfsmaßnahmen es für Landwirte gibt.

Löwenzahn auf vertrockneter Weide  
Die anhaltende Dürre führt zu Ernteausfällen, Mindererträgen und Futtermangel bei den Landwirten in Niedersachsen.
Artikel-Informationen

02.08.2018

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