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Europäische Territoriale Zusammenarbeit

EU-Programm für die grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit


Das Ziel 3 „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ ist darauf ausgerichtet, die grenzübergreifende, transnationale und/oder interregionale Zusammenarbeit zwischen Regional- und Kommunalbehörden zu vereinfachen. Das Ziel besteht in der Stärkung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit durch lokale gemeinsame Initiativen zur integrierten räumlichen Entwicklung sowie durch Vernetzung und den Austausch von Erfahrung auf der geeigneten territorialen Ebene bei der interregionalen Zusammenarbeit.

Die Niedersächsische Landesregierung hat in der Kabinettssitzung am 05.06.2007 beschlossen, dass Niedersachsen sich in der EU-Förderperiode 2007-2013 an den europäischen Programmen zur Europäischen territorialen Zusammenarbeit beteiligt.

A. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit (INTERREG IV A)

Für Niedersachsen sind die Niederlande ein wichtiger Handelspartner in direkter Nachbarschaft. Niedersachsen unterstützt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Niederlanden im Rahmen von INTERREG A-Programmen seit 1991. In der Förderperiode 2007 - 2013 werden die Gebiete entlang der deutsch-niederländischen Grenze erstmals zu einem einzigen Programmgebiet zusammengefasst. Die Gesamtverantwortung gegenüber der EU-Kommission hat das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Niedersächsische Staatskanzlei ist verantwortlich für die niedersächsischen Programmgebiete .

Informationen zu den Prioritäten und Handlungsfeldern finden Sie hier.

Ansprechpartner:

Petra Schulz , Tel.: 0511-1206811

Ingrid Möller , Tel.: 0511-1206810

Aktuelle deutschsprachige Informationen finden Sie unter:

https://www.deutschland-nederland.eu/home/

B. Transnationale Zusammenarbeit (INTERREG IV B)

Niedersachsen beteiligt sich an zwei Kooperationsräumen der transnationalen Zusammenarbeit. Der Kooperationsraum Nordsee bezieht das gesamte Land Niedersachsen ein, während im Ostseeraum ausschließlich die Region Lüneburg zum Kooperationsgebiet gehört. In Ausnahmefällen können jedoch auch Partner aus den übrigen Landesteilen am Ostseeprogramm teilnehmen ( Programmgebiete Nordsee/ Ostsee ).

1. North Sea Region Programme 2007 – 2013 (Nordseeraum)

Im Nordseeraum wird mit der neuen Priorität "Innovation" in der Förderperiode 2007 - 2013 eine stärkere Konzentration auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eingeführt. Die Wettbewerbsfähigkeit des Nordseeraums soll durch Förderung von Innovation, Erreichbarkeit und nachhaltiger Stadt- und Regionalentwicklung sowie durch Bewahrung der natürlichen Ressourcen gestärkt werden.

Informationen zu den Prioritäten und Handlungsfeldern finden Sie hier.

Aktuelle deutschsprachige Informationen finden Sie unter:

http://www.interreg-nordsee.de/home.html

Aktuelle englischsprachige Informationen unter:

http://www.northsearegion.eu/

2. Baltic Sea Region Programme 2007 – 2013 (Ostseeraum)

Im Ostseeraum spielt traditionell der Transfer von administrativen und marktwirtschaftlichen Komponenten in die neuen EU-Mitgliedstaaten sowie ebenfalls eine Fokussierung auf KMU eine bedeutende Rolle. Insbesondere gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit des Ostseeraums zu stärken und das Ost-West-Gefälle zu verringern.

Informationen zu den Prioritäten und Handlungsfeldern finden Sie hier.

Aktuelle englischsprachige Informationen unter:

http://eu.baltic.net/

Ansprechpartner:

Petra Schulz , Tel.: 0511-1206811

Monika von Haaren , Tel.: 0511-1208620

Ingrid Kürsten , Tel.: 0511-1208619

C. Interregionale Zusammenarbeit (INTERREG IV C)

Die interregionale Kooperation soll die wirtschaftliche Erneuerung vorantreiben und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa in den Bereichen Innovation, wissensbasierte Wirtschaft, Umwelt und Gefahrenverhütung weiterentwickeln. Insbesondere soll die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch zwischen den regionalen und lokalen Behörden gefördert werden, um die Wirksamkeit der regionalen Entwicklungspolitik zu stärken. Dies umfasst Studien, Datenerhebungen sowie die Beobachtung und Analyse von Entwicklungstendenzen in der Gemeinschaft ( Programmgebiet IVC ).

Das Programm zu INTERREG IV C (Programm INTERREG IV C in englischer sowie deutscher Sprache) enthält 2 Handlungsoptionen, die "klassische regionale Initiative" (Erfahrungsaustausch und good practice im Netzwerk, auch Aktivierung bisheriger Erfahrungen bei INTERREG III C, bottom-up) sowie die von der Europäischen Kommission initiierten "Fast Track projects", in denen erfahrene und weniger erfahrene Regionen zu einem bestimmten Thema ausgewählt (top-down) und in einem Netzwerk zusammengeführt werden. Hierzu zählt auch die Initiative "Regionen für den wirtschaftlichen Wandel".

Im Rahmen der interregionalen Zusammenarbeit sind vier Programme mit folgenden Prioritäten und Handlungsfeldern aufgelegt:

  • INTERREG IV C (thematische Kooperationen konzentriert auf die Prozesse Lissabon und Göteborg) mit den thematischen Förderschwerpunkten:

Priorität 1: Innovation und Wissensgesellschaft
Priorität 2: Umweltschutz und Risikovermeidung
Priorität 3: Technische Hilfe.

  • INTERACT II (technische Unterstützung der von den Ländern durchgeführten Programme zur Erhöhung der Effektivität von INTERREG IV C)
  • ESPON II (Studien und Datensammlung, Beobachtung und Analyse der Entwicklungstendenzen in der erweiterten EU) und
  • URBACT II (Netzwerke/Erfahrungsaustausch zwischen Städten zur Stadterneuerung).

Über den aktuellen Sachstand finden Sie Informationen unter:

http://www.interreg4c.net/news.html

Ansprechpartner:

Petra Schulz , Tel.: 0511-1206811

Monika von Haaren , Tel.: 0511-1208620

Ingrid Kürsten , Tel.: 0511-1208619

Ausblick und Perspektiven

Ausrichtung der künftigen EU-Programme Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) im Zeitraum 2014-2020

Die ETZ repräsentiert mit gegenwärtig ca. 2,5 % der EFRE-Förderung zwar einen sehr kleinen Baustein der Strukturförderung. Dieser liefert jedoch durch seine Ausrichtung auf die Förderung von kooperativen Projekten in der Stadt- und Regionalentwicklung einen wichtigen Beitrag für den europäischen Austausch und eine abgestimmte Kohäsionspolitik. Die gesamten EU-Mittel für ETZ sollen von gegenwärtigen 7,75 Mrd. € ab 2014 auf 11,7 Mrd. € erhöht werden. Eine Präzisierung des niedersächsischen Anteils lässt sich derzeit nicht vornehmen.

1. Grenzübergreifende Zusammenarbeit

Für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und die Niederlande ist das Deutschland-Nederland Programm ein wichtiges Instrument auf dem Weg zu Europa 2020.

Niedersachsen strebt eine Ausweitung der Gebietskulisse auf die gesamte Region Weser-Ems an, um alle in der Region vorhandenen Potenziale einbeziehen zu können. Um den Forderungen der Kommission nach einer thematischen Konzentration nachzukommen, wird zurzeit in den Niederlanden eine Smart Specialisation Strategy (sog. 3S-Strategie) erarbeitet. Bereits jetzt zeichnen sich weitreichende inhaltliche Übereinstimmungen mit den für Niedersachsen ermittelten Schwerpunktthemen Energie, Maritim und Agri/Technik ab.

2. Transnationale Zusammenarbeit

Bei der transnationalen Zusammenarbeit sollen die Beteiligungen an den Programmen in den Programmräumen Nordsee und Ostsee (hier nur Lüneburg) fortgesetzt werden. Eine Erweiterung auf den Programmraum Nordwesteuropa kann für Niedersachsen von Vorteil sein, die Optionen hierzu werden geklärt. Bei der Programmerstellung unterstützt Niedersachsen eine Flexibilisierung der Vorgaben, um die notwendigen Handlungsmöglichkeiten für regionsspezifische Ansätze der nachhaltigen Regionalentwicklung zu schaffen.

3. Interregionale Zusammenarbeit

Bei der interregionalen Zusammenarbeit soll eine größtmögliche Programmbeteiligung niedersächsischer Projektteilnehmer erreicht werden. Aus allen Regionen Niedersachsens können Förderanträge gestellt werden. Es sind bei großer Themenbreite Kooperationen mit allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union zur Förderung des Erfahrungsaustauschs und der Analyse von Entwicklungstrends zwischen Behörden bzw. Einrichtungen mit öffentlichem Auftrag möglich.

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