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Hinrich Seidel

Chemiker, ehem. Präsident der Universität Hannover


geb. 1931 in Rendsburg

1951 begann Seidel das Studium der Chemie an der Universität Kiel, wo er 1960 promovierte und sich 1967 habilitierte. 1971 erhielt Seidel einen Lehrstuhl an der Universität Hannover und wurde Direktor des Instituts für Anorganische Chemie.

Mit einer zweijährigen Unterbrechung lenkte Seidel von 1977 bis 1997 als Rektor und Präsident die Geschicke der Universität Hannover. Das neue Niedersächsische Hochschulgesetz mit seinen grundlegenden Änderungen der Personal- und Organisationsstruktur entstand während Seidels Amtszeit. Zugleich entwickelte sich die Universität Hannover zur größten Universität Niedersachsens, die Zahl der Studierenden verdoppelte sich. Insbesondere in seiner Funktion als Vizepräsident für internationale Angelegenheiten und später als Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz (WRK) hat Seidel seit 1977 die internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen entscheidend mit entwickelt und ihnen ein neues Gesicht verliehen.

Schon viele Jahre vor dem Zusammenbruch des Ostblocks waren der Aufbau und die Pflege der Beziehungen zu den Hochschulen in Mittel- und Ostmitteleuropa Gegenstand seiner internationalen Arbeit, aber auch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den westeuropäischen Nachbarländern (insbesondere mit Großbritannien und Frankreich).

In seiner Zeit als Vizepräsident (1984 - 1989) und Präsident (1989 - 1994) der Europäischen Rektorenkonferenz CRE (Standing Conference of Rectors, Presidents and Vice-Chancellors of the European Universities) wurden die Beziehungen zwischen den Hochschulen des größer gewordenen Europas konsolidiert und ein strategisch, strukturelles Handeln gegenüber den europäischen Institutionen entwickelt.

Von 1981 - 1999 war er Mitglied im Beratungsausschuss des Europäischen Zentrums für Hochschulbildung der UNESCO.
Ab 1995 nahm Seidel die wissenschaftliche Leitung der Zentralen Evaluationsagentur der Niedersächsischen Hochschulen wahr. Diese von ihm gegründete Einrichtung hat Pioniercharakter für das kontinentaleuropäische Hochschulwesen.

Mit seiner Arbeit in nationalen wie internationalen Gremien hat Seidel die Interessen der niedersächsischen bzw. deutschen Hochschulen repräsentativ vertreten und dafür gesorgt, den Ruf des Landes Niedersachsen als Wissenschaftsstandort zu festigen.

Als Vorsitzender der Wilhelm-Busch-Gesellschaft (von 1997 bis 2002) hat sich Seidel erfolgreich für den Umbau und die Sanierung des Wilhelm-Busch-Museums Hannover eingesetzt.

Dr. Dr. h.c. mult. Hinrich Seidel

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hinrich Seidel

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